Einmal geht’s noch

Steiermark | Laienbeschau: Hermann Götz | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Jungregisseur Manuel Czerny entstaubt Gottfried Kellers "Romeo und Julia auf dem Dorfe“ mit einem Bürgerensemble

Sechs Monate Probenzeit, 16 Laiendarsteller auf der Bühne, die jüngste davon inzwischen 17, der älteste 73. Die Dramatisierung von Gottfried Kellers Novelle "Romeo und Julia auf dem Dorfe“, die diese Woche auf der Probebühne des Grazer Schauspielhauses Premiere feiert, lässt sich an wie ein exklusives Großprojekt. Doch Regisseur Manuel Czerny ist kein verhätschelter Star, dem das Stadttheater jeden Wunsch erfüllt. Der junge Grazer war zuletzt Regieassistent am Haus, davor hat er sein Geld mit Maturaball-Polonaisen verdient.

Dass Regieassistenten nach Abschluss ihrer Tätigkeit am Theater eine eigene Produktion umsetzen dürfen, ist nicht ungewöhnlich. Dass sich diese Produktion so gar nicht an die Spielregeln hält, hingegen sehr. Manuel Czerny knüpft mit seiner Regie nahtlos an das an, was er schon als Assistent einbringen konnte: ein ungewöhnliches Talent für


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