Theater Kritik

Ein mondäne, aber auch bewegungsarme Raubkatze

LEXIKON | SARA SCHAUSBERGER | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Auf der kleinen, schwarz-weiß gefliesten Drehbühne im Vestibül hat genau ein edler Sarg Platz. Darauf passen drei schick gekleidete Schauspielerinnen in Highheels, Netzstrümpfen und kurzen Kleidern. Über ihnen hängt ein überdimensionaler Luster, alles sehr mondän. Sie erzählen die Geschichte des Hochstaplers Fec und der jungen "Tigerin" Bichette, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Paris beschließen, sich zusammenzutun und sich als reiches Paar zu inszenieren. Die Dramatisierung (von Sarantos Zervoulakos) von Walter Serners Roman "Die Tigerin" ist textlastig und bewegungsarm. Und auch wenn auf das Können von Dorothee Hartinger, Petra Morzé und Adina Vetter, die einander super ergänzen, Verlass ist, verliert man leicht den Überblick.

Burgtheater, Vestibül, Fr 20.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige