Von der Brücke in die Südsee und zurück

LEXIKON | NS | aus FALTER 42/13 vom 16.10.2013

Er benannte sich nach seinem Heimatdorf und hatte seine ersten Erfolge mit Postkarten: Das Belvedere eröffnet diese Woche die Schau "Emil Nolde. In Glut und Farbe", die das Werk des Expressionisten nachvollziehen lässt. Bevor Nolde um 1911/12 zu seiner eigenen Handschrift fand, schuf er impressionistische Gartenbilder sowie erste religiöse Werke. Die Sujets seiner Aquarelle sind weit gestreut und reichen von Landschaften bis hin zu Fantasiegeschöpfen, Tänzerinnen und ausschweifenden Szenen aus dem Berliner Nachtleben. Angeregt durch Paul Gauguin reiste Nolde als Mitglied einer Expedition des Reichskolonialamts in die Südsee. Obwohl er NS-DAP-Mitglied war, wurde er von den Nazis als "entartet" diffamiert und mit Malverbot belegt.

Unteres Belvedere, Do 19.00; bis 2.2.


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