"Hier gibt es nichts mehr zu sehen“: Über die letzten Tage des BZÖ im Parlament

Politik | Abgesang: Ruth Eisenreich | aus FALTER 43/13 vom 23.10.2013

In den Klubräumen des BZÖ sind Journalisten nicht mehr willkommen. Aus dem Telefonhörer, den der Parlamentsportier der unangekündigten Besucherin hinhält, erklingt die Stimme einer Mitarbeiterin: "Hier gibt es sowieso nichts mehr zu sehen, es stehen nur noch Schachteln herum.“ Sie und ein paar Kollegen seien gerade am Aufräumen, Abgeordnete seien keine da. Die Dame übergibt den Hörer an Heimo Lepuschitz, laut Parteiwebsite Immer-noch-, laut Twitterprofil Nicht-mehr-Pressesprecher des BZÖ. Es hätten mehrere Medien angefragt, sagt Lepuschitz, aber "zum Schutz der Mitarbeiter“ lasse man niemanden herein. Ist auch irgendwie verständlich: Wer lässt sich nach einer Niederlage schon gern beim Aufkehren der Scherben beobachten?

Knapp drei Wochen ist es her, dass das BZÖ zwei Drittel seiner Stimmen verlor und mit 3,5 Prozent aus dem Nationalrat flog. Seitdem ist die Partei in Auflösung begriffen. Kurz nach der Wahl trat Parteichef Josef Bucher zurück, bald darauf wurden mit Stefan


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