Nachgesehen  Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Ein Ausstellungsort der Macht feiert Geburtstag: Das Landtmann wird 140

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 43/13 vom 23.10.2013

Wer ins Landtmann geht, geht dort nicht hin, um Kaffee zu trinken. Im Kaffeehaus am Universitätsring, das gerade seinen 140. Geburtstag feiert, treffen sich Wiens Schöne, Reiche und Mächtige und diejenigen, die es gerne wären, um sich zu präsentieren.

Der Bundespräsident lässt sich hier sehen, aktuelle und ehemalige Kanzler, Landeshauptleute, Minister und Staatssekretäre, Künstler, Intellektuelle, Schauspieler, Journalisten.

Das Landtmann ist ein Ausstellungsort der Macht. Und zwar der Macht jeder Farbe. "Ich bin sehr froh, dass das Landtmann keiner bestimmten Partei zugeschrieben wird“, sagt Betreiber Berndt Querfeld. Jeder, der sich zu benehmen weiß, sei willkommen.

Es war übrigens Erhard Busek, der in den 1980ern die etwas in Vergessenheit geratene politische Tradition, ins Landtmann zu gehen, neu aufleben ließ. Als Wiener Stadtpolitiker lud er an jedem ersten Montag im Monat Journalisten ins Café. Heute finden im Schnitt pro Tag fast drei Pressekonferenzen im Landtmann statt.


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