Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 43/13 vom 23.10.2013

Wer dachte, mit Jamie Oliver hätten Kochsendungen ihren Höhepunkt erreicht, liegt falsch. Es dampft und brutzelt in allen Kanälen. Die TV-Menüliste reicht von "Lanz kocht“ über "Lafer! Lichter! Lecker!“ bis zu "Volle Kanne“. Traditionelle Shows in Studioküchen haben den Nachteil, dass die teilnehmenden Personen selbst so leblos wirken, als wären sie gepökelt. Die Körpersprache von Lanz und Lafer scheint wie unter einer Salzkruste erstarrt.

Frischer wirken Sendungen wie jene der drei kochenden Freunde in "Beef Buddies“ (ZDF neo). Die Show verknüpft Elemente der Reisereportage à la Sarah Wiener mit der Küchenperformance von Jamie. Die Männer kochen im Freien, was die Szene farbenfroher macht. Eine Regieanweisung, die offenbar alle Fernsehköche befolgen müssen, ist die Art, Zitronen auszuquetschen: Zitrone nie mit Presse, sondern mit Faust ausdrücken! TV-Kochen ist doch nichts für Weicheier.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige