Technik  Dinge, die uns brauchen

Der neueste Blackberry - oder: Totgesagte leben länger

Medien | Prüfbericht: Thomas VaŠek | aus FALTER 43/13 vom 23.10.2013

Das kanadische Unternehmen Blackberry ist bekanntlich angeschlagen. Der Marktanteil des Smartphone-Pioniers ist drastisch eingebrochen, nun will das Unternehmen sogar 40 Prozent seiner Stellen abbauen. Das ist bitter für eine Marke, die einmal fast schon ein Synonym für internetfähige Handys war. Sicher hat Blackberry in der Vergangenheit Fehler gemacht und entscheidende Markttrends verpasst, etwa den Siegeszug des Touchscreens. Auch das neue Blackberry-Betriebssystem OS 10 kann nicht ganz mithalten mit Apples iOS und Android. Das ändert aber nichts daran, dass Blackberry immer noch sehr solide Smartphones baut, vor allem für Menschen, die eine Tastatur brauchen. Das jüngste Beispiel ist der Blackberry Q5 (400 Euro). Der 3,1-Zoll-Touchscreen ist ein Witz im Vergleich zu den Flundern von Samsung & Co, reicht aber, um sich darauf Webseiten anzuschauen. Der Touchscreen funktioniert zwar reibungslos, wichtiger für den typischen Blackberry-Nutzer ist aber die Tastatur - und die hat gewohnte Blackberry-Qualität. Mit 4,5 GB steht zwar nur weniger als die Hälfte des Speicherplatzes der Spitzenmodelle Z10 und Q10 zur Verfügung, aber der Speicher ist per Micro-SD-Karte erweiterbar. In einem Kommunikations-Hub laufen sämtliche Nachrichten zusammen. Jeder Kommunikationskanal lässt sich dabei einzeln konfigurieren, auch die Töne. Hervorragend wie immer ist auch die Ausdauer des Q5. Man könnte denken, das Unternehmen Blackberry macht früher schlapp als der Akku.

Thomas VaŠek ist Journalist und Buchautor in München


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