Ein Abend gegen das Vergessen

Feuilleton | Reportage: Sara Schausberger | aus FALTER 43/13 vom 23.10.2013

Das Burgtheater bittet "Die letzten Zeugen“ auf die Bühne: Sechs Holocaust-Überlebende kommen zu Wort

Überleben ist ein Privileg, das verpflichtet.“ Der Zeitzeuge Rudolf Gelbard steht auf der großen Burgtheater-Bühne und liest aus Simon Wiesenthals Autobiografie. Über seine eigene unermüdliche Zeitzeugenschaft wird er später im Publikumsgespräch sagen: "Meine Motivation: Nie wieder Faschismus!“

Gelbard ist einer von sechs Holocaust-Überlebenden, die 75 Jahre nach dem Novemberpogrom auf der Bühne des Burgtheaters Platz nehmen. Im Mittelpunkt des Projekts "Die letzten Zeugen“ von Intendant Matthias Hartmann und Autor Doron Rabinovici stehen die Lebensgeschichten dieser sehr alt Gewordenen.

Das Burgtheater ist kein intimer Rahmen, fast hat man Angst, die Geschichten könnten in diesem riesigen Saal verlorengehen. Aber das Gegenteil passiert: Selten erlebt man einen vollen Theaterraum so konzentriert. Die Schauspieler Mavie Hörbiger, Dörte Lyssewski, Peter Knaack und Daniel


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