Liebe ist ... ein Stück Seife

Feuilleton | Porträt: Gerhard Stöger | aus FALTER 43/13 vom 23.10.2013

Spröde, aber toll: die Medienkünstlerin Mimu Merz und ihr in langer Arbeit entstandenes erstes Album

Mimu Merz ist müde. Müde und aufgekratzt. Die Nacht war kurz, bis fünf Uhr morgens hat die seit kurzem 30-jährige Medienkünstlerin, Grafikdesignerin, Sängerin und Songwriterin an einem Musikvideo gearbeitet und sich dafür bekleidet in eine eiskalte Badewanne gesetzt, um dort einen schwimmenden Karpfen zu streicheln.

Wenige Stunden später trinkt Merz mit dem Falter eine Tasse Tee, erzählt aus ihrem chaotischen Künstlerleben zwischen Aufregung und Prekariat und ärgert sich darüber, dass wieder nichts weiterging mit dem Video, das sie aber so dringend brauche als Werbeträger für "Elegies in Thoughtful Neon“, ihr erstes Album, das in der Wiener Musikszene seit Jahren mit Spannung erwartet wird.

Einige Wochen nach dem Gespräch schickt Merz eines ihrer wortkargen E-Mails. "Da isset“ steht da; der mitgelieferte Link führt zum deutschen Rolling Stone, das die Videopremiere von


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