Die Ente in ihrer Entität als Zoon politikon

Feuilleton | Peer-Review: Peter Iwaniewicz | aus FALTER 43/13 vom 23.10.2013

Der Donaldist und FAZ-Feuilletonist Patrick Bahners legt ein Opus magnum zur Exegese Entenhausens vor

Carl Barks, der legendäre und lange Zeit unbekannte Zeichner der "guten“ Donald-Duck-Geschichten, hat mit seinen Erzählungen aus Entenhausen einen kohärenten und geschlossenen Kosmos geschaffen. Zwischen 1943 und 1966 schuf er als Autor und Zeichner rund 6300 Seiten, die alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens von den Werthaltungen bis zur Architektur und Kunst umfassen. Dieser Kosmos entspricht in gewisser Weise den Geschichten aus London eines Charles Dickens oder dem Dublin eines James Joyce.

Eine solche Welt, die auch immer politische und wirtschaftliche Eliten zeigt und das Leben der Mittel- und Unterschicht erzählt, bietet eine unerschöpfliche Quelle für Interpretation, Semiotik und Heuristik. Entenhausen ist diesbezüglich einzigartig: Keine andere Comicstory, grafische Erzählung oder Trickfilmserie hat so viele sekundärliterarische Publikationen wie diese "kleine Stadt


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