Der Palast des Steuerzahlers

Feuilleton | Prüfung: Matthias Dusini | aus FALTER 43/13 vom 23.10.2013

Das Winterpalais von Prinz Eugen wird zur Außenstelle des Belvedere. Wie viel kostet das das Volk?

Muskulöse Steinmänner tragen die Stiegen, an der Decke des Hauptsaales führt Herkules auf Fresken Krieg. Vier osmanische Holzsoldaten säumen das Prunkbett des Hausherrn, eine Leihgabe des Stifts St. Florian. Heroisch und in opulentem Goldglanz zeigt sich das Palais des Prinz Eugen von Savoyen-Carignan (1663-1736).

Das eben eröffnete Museum ist eine Außenstelle des Belvedere, eine Ausstellung erzählt die Geschichte des Hauses. Der "kleine Mann mit eisernem Willen“ (wie ihn Direktorin Agnes Husslein nennt) war lange Zeit eine fixe Größe in der nationalen Ahnengalerie. Nun ist zum ersten Mal die Residenz des Feldherrn und Musenfreunds öffentlich zugänglich. (Siehe auch Falter:Woche 42/13)

Die neue Gebäudewidmung kam überraschend. Erst im Dezember 2012 präsentierte Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) ganz nebenbei den Plan, nicht an ihre angestammte Adresse zurückzukehren. "Diese


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