7  Sachen, die Sie über DRACHEN eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 43/13 vom 23.10.2013

Drachen? Die gibt’s doch gar nicht!

Natürlich gibt es die! Die Rede ist ja vom Spiel- und Sportgerät, das mit Wind betrieben wird, und nicht von den mythologischen Wesen.

Ah so. Und wieso heißt der Drachen eigentlich Drachen?

Weil der Drachen im alten China ursprünglich ein Seidendrache war, der nur für den Kaiser gebaut wurde und den nur er fliegen durfte.

Warum durfte ihn nur der Kaiser fliegen?

Weil er als Glückssymbol galt. In der Qing-Dynastie wurde er so hoch wie möglich geflogen, dann wurde die Leine gekappt und der Drachen dem Wind überlassen. Die Chinesen glaubten, dass damit auch alle Sorgen und Gefahren davonflögen.

Wann kamen Drachen in den Westen?

Ganz genau weiß man das zwar nicht, aber schon die alten Römer ließen zu besonderen Anlässen (militärische Siege, Volksfeste etc.) bunt verzierte Windsäcke fliegen. Die echten Drachen kamen aber erst im 16. Jahrhundert über Kaufleute nach Europa.

Wurden Drachen auch militärisch eingesetzt?

Im alten Japan verwendeten Heerführer Drachen zur psychologischen Kriegsführung.

Wie das?

Sie befestigten Apparaturen zur Geräuscherzeugung an den Drachen und ließen sie nachts über den feindlichen Truppen steigen. Die Krieger glaubten so, sie würden von bösen Geistern attackiert.

Wie sehen moderne Drachen aus?

Mittlerweile gibt es längst computergesteuerte Drachen, sie werden als Antennenträger verwendet oder zur Stromerzeugung.


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