Fußball Glosse

Es ist nicht alles ein Tor, was im Netz zappelt

Stadtleben | Wolfgang Kralicek Über das Tor der Woche | aus FALTER 43/13 vom 23.10.2013

Aufreger der Woche war ein Kopftor von Leverkusen-Stürmer Stefan Kießling gegen Hoffenheim, das keines war. Der Ball ging, wie man im Fernsehen gut sehen konnte, neben das Tor, zappelte dann aber doch im Netz. Jetzt wird diskutiert, wie man den Fehler wiedergutmachen kann. Wird die Fifa, der die "Tatsachenentscheidung“ heilig ist, einer Neuaustragung zustimmen? Man sollte das lockerer sehen: Im Fußball passieren eben blöde Tore, und solange keine böse Absicht im Spiel ist, muss man halt damit leben. Außerdem sind die Hoffenheimer zumindest mitschuldig; hätten sie halt darauf geachtet, dass die Netze ihres Stadions dicht sind! Vor langer Zeit gab’s bei uns einen umgekehrten Fall: Rapid wurde ein Tor aberkannt, weil der Gegner (Sturm Graz?) dem Schiri weismachte, der Ball wäre durch ein Loch im Netz ins Tor geschlüpft. Vielleicht wollte der Fußballgott sich endlich einmal bei Rapid revanchieren - und hat sich dann im Stadion geirrt. Dumm gelaufen, Hoffenheim!


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