Auf verlorenem Posten

Der Direktor des Leopold-Museums, Tobias G. Natter, tritt zurück. Ein folgerichtiger Schritt

BERICHT: MATTHIAS DUSINI | Feuilleton | aus FALTER 44/13 vom 30.10.2013

Der Rahmen war bedachtsam gewählt. Tobias G. Natter, seit 2011 museologischer Direktor des Leopold-Museums, nahm am Montag dieser Woche einen Preis der Wiener Kunsthändler, den sogenannten Oscart, entgegen. Natter bedankte sich artig und erklärte gleichzeitig, er habe sich entschieden zurückzutreten. Als Grund dafür nannte der Museumsmann die Ereignisse rund um die kürzlich geschaffene Gustav Klimt Privatstiftung.

Ähnlich überraschend war Anfang Oktober die Nachricht, dass Ursula Ucicky, die Witwe des Filmregisseurs Gustav Ucicky, ihre Kunstsammlung und ihr Geldvermögen in eine Stiftung einbringen würde (der Falter berichtete). Zu ihrem Vermögen gehören mehrere Gemälde und Zeichnungen von Gustav Klimt sowie der Erlös aus dem Verkauf eines Klimt-Gemäldes (der Standard bezifferte die Summe auf 56 Millionen Euro). Der Verkauf eines weiteren, als Raubkunst identifizierten Klimt-Porträts könnte in naher Zukunft bevorstehen.

Im Vorstand der Klimt-Stiftung sitzen Peter Weinhäupl,

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