7 Sachen, die Sie über LAUB eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 44/13 vom 30.10.2013

Welches Laub denn?

Das gegenwärtig die Stadt bedeckt, natürlich. Ist ja wohl nicht zu übersehen! Sind immerhin an die 1000 Tonnen trockener Blätter von den rund 600.000 Wiener Laubbäumen.

Und was passiert damit?

Es wird gesammelt und kommt zur Kompostierung in das MA-48-Kompostwerk Lobau. Nach einer Rotte von zwei bis drei Monaten entsteht daraus wertvoller Kompost.

Kann man da auch das Laub aus dem eigenen Garten hinbringen?

Natürlich: Der MA-48-Laubsack fasst 100 Liter und ist auf den 19 Wiener Mistplätzen erhältlich. Er kostet aber einen Euro pro Sack.

Soll man wirklich alles Laub aufsammeln?

Einerseits sollte man möglichst viel Laub entsorgen, damit sich die Miniermotte und ähnliche Schädlinge nicht einnisten können. Denn die überwintern in den Blättern.

Und andererseits?

Andererseits brauchen auch andere Tiere das Laub zum Überwintern. Igel zum Beispiel. Die richten sich ihr Winterlager auch in Laubhaufen ein.

Das heißt, wenn man alles Laub entsorgt, haben Igel keine Rückzugsorte?

Genau. So ein Laubhaufen ist einfach das perfekte Winterquartier für sie, in dem sie ihren rund fünf Monate dauernden Winterschlaf verbringen können.

Wird in den Wiener Wäldern auch das Laub zusammengerecht?

Nein. Im Prater und in den großen Parkanlagen wird das Laub unter die Sträucher gekehrt, wo es als Dünger dient und eben auch Tieren einen Unterschlupf geben soll.


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