Phönix und Asche

Göttlich oder peinlich? Warum die Popikone Yoko Ono in Hütteldorf den Malerfürsten Ernst Fuchs traf

Feuilleton | PAARANALYSE: MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 44/13 vom 30.10.2013

Zerbrechlich wie zwei alte Vögel hocken die beiden im Zauberpalast. Sie mit rabenschwarzem Hut und Sonnenbrille, er in schwanenweißem Anzug, ein orientalisches Hütchen auf. Eine Handvoll Journalisten ist erschienen, um Yoko Ono mit Ernst Fuchs in dessen Hütteldorfer Villa zu sehen. Mit vorsichtigen Bewegungen tastet sie nach ihm, in freundschaftlicher Umarmung posieren sie für die Kameras.

Die zwei Künstler präsentierten sich an diesem Oktobernachmittag in der von Otto Wagner gestalteten Villa, um Yoko Onos Ausstellung "Interventions" vorzustellen. In der Kunsthalle Krems ist eine Retrospektive zu sehen, in Wien lediglich eine kleine Auswahl von Werken in Kombination mit Bildern des Hausherren.

Auf den ersten Blick haben Yoko Ono, 80, und Ernst Fuchs, 83, nichts gemeinsam, als dass sie verschlungene Antworten auf einfache Fragen geben. "Wie haben Sie Yoko Ono kennengelernt?", fragt eine Reporterin. "Ich denke da an die fraktale Theorie von Mandelbrot. Hat der Mensch überhaupt einen


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