Ein Blauer sieht Rot: Ein FPÖ-Gemeinderat wird zum Kommunisten

Politik | WOLFGANG ZWANDER | aus FALTER 44/13 vom 30.10.2013

Dass die FPÖ die falsche Partei für ihn war, merkte Markus Fendrych, als er vorschlug, die Bezirksblauen in Gänserndorf sollten sich für die sozial Schwachen engagieren. Fendrych, 32, dachte dabei an Mithilfe der FPÖler beim Projekt "Tafel", das Lebensmittel an Bedürftige verschenkt.

"Nein, das machen wir nicht, die sollen was hackeln", hätten seine Parteifreunde gesagt. Daraufhin trat der Gemeinderat von Weikendorf, das im Bezirk Gänserndorf liegt, aus der FPÖ aus. Das war wenige Wochen vor der Nationalratswahl. Zu dieser Zeit traf er auch auf kommunistische Wahlwerber, die ihm sympathisch waren; nach kurzer Wikipedia-Recherche über die KPÖ und ein paar weiteren Treffen stellte er einen Mitgliedsantrag.

Der Wechsel von ganz rechts nach links, der vergangene Woche durch eine KPÖ-Presseaussendung bekannt wurde, hat viele überrascht; für Fendrych selbst hat er Sinn. Grüne, ÖVP und SPÖ kämen für den gelernten Friseur, der heute sein Geld als Maler verdient, nicht infrage: "Diese Parteien stehen für ein System, das die kleinen Leute immer ärmer macht."


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