Zeitlos rosa

Zuckersüß und herrlich anachronistisch: die Wiener Konditoreikette Aida wird 100

Stadtleben | HOMMAGE: CHRISTOPHER WURMDOBLER FOTOS: KATHARIN A GOSSOW | aus FALTER 44/13 vom 30.10.2013

Natürlich könnte man jetzt Zahlen nennen. Von den 500 großen und 300 kleinen Striezeln berichten, die täglich in der Zentrale in Handarbeit geflochten werden, von der rührend veralteten Maschine aus den 70ern, die aus einem Klumpen Germteig ein Dutzend Krapfen auf einen Streich auf ein Tablett pressen kann. Oder den zwei bis drei Tonnen Backwaren, die pro Tag die Produktionsstätte in Floridsdorf verlassen: Kardinalschnitten, Punschkrapfen, Nussbeugerln oder salzig gefüllte Schinkenkipferln. Man kann sich darüber freuen, dass die Aida-Konditorinnen und -Konditoren echte Butter statt Margarine verwenden -übrigens nicht zu knapp! - und es eine spezielle Maschine gibt, die Haselnüsse stufenlos von grob bis fein zerstoßen kann. Man müsste die immens großen Silos für Mehl und Zucker - zwölf Tonnen pro Monat! - erwähnen und sich über die viele Handarbeit wundern. Oder darüber, dass sogar das Fruchtmark für die Tortenfülle selbst hergestellt wird. Oder dass, wenn wie jetzt im


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