"Im Grunde wollen wir nur alberne Filme machen"

Der US-Komiker Will Ferrell ist Stargast der Viennale und erklärt, wie man Witze erarbeitet und warum nicht alle Menschen darüber lachen

Feuilleton | INTERVIEW: JOACHIM SCHÄTZ | aus FALTER 44/13 vom 30.10.2013

Von allen Komikern des gegenwärtigen Kinos ist Will Ferrell vermutlich jener, der das meiste aus seinen Haaren macht -egal, ob er sie auf dem Kopf, unter der Nase oder auf der Brust trägt. Der gebürtige Kalifornier kommt - wie so viele seiner Kollegen -aus der Komikkaderschmiede der Fernseh-Comedy-Show "Saturday Night Live." In seinen Filmen bemüht er sich stets darum, gute Figur zu machen - sei es als Weihnachtself ("Elf"), als Nachrichtenmoderator ("Anchorman"), Autorennfahrer ("Talladega Nights: The Ballad of Ricky Bobby"), Eiskunstläufer ("Blades of Glory") oder Polizist ("The Other Guys"). Und ebenso oft scheitert er dabei. Das Ergebnis ist komisch, weil Ferrells Figuren verdammt albern agieren, die Ernsthaftigkeit, mit der sie sich zu behaupten suchen, aber nicht schlechterdings denunziert wird.

Der Status von Ferrells Filmen als cineastisch ernsthaft zu estimierende Kunstwerke ist umstritten. Wohl nicht zuletzt deswegen würdigt die Viennale den Komiker mit einer Werkschau, zu


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