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Die Pixies, jetzt ohne Kim Deal auf Inkassotour

Lexikon | G S | aus FALTER 44/13 vom 30.10.2013

Es war einmal eine Zeit, da ließ sich die Welt noch in Schwarz und Weiß einteilen, in Gut und Böse, Ost und West, Subkultur und Mainstream. Die Pixies aus dem amerikanischen Boston zählten zu den größten kleinen Bands dieser Zeit. 1986 gegründet, fusionierten sie kongenial laut und leise, Pop und Krach, Kaktus und Blumenwiese; kaum zufällig zählen sie zu Nirvanas größten Einflüssen. Anfang der 90er war der Spaß dann schon wieder vorbei. Gerade noch rechtzeitig, muss man leider sagen, denn mit "Trompe Le Monde" haben die an sich göttlichen Pixies im "Nevermind"-Jahr 1991 eine ziemlich halbgare Platte veröffentlicht; es sollte ihr Abschiedswerk werden. 2004 tat sich die Band dann für eine Reuniontournee - sprich: zur Sicherung der Altersvorsorge - wieder zusammen. Inzwischen dauert diese Inkassoaktion schon deutlich länger als die einstige Kreativphase. Das Interesse bleibt unverändert groß, das Wienkonzert ist längst ausverkauft - teils wohl aus Nostalgie, teils wegen des Wunsches Nachgeborener, ein legendäres Stück Pop-Subkultur aus erster Hand gereicht zu bekommen. Blöd nur, dass Kim Deal, die Bass spielende Seele der Band, die Pixies heuer im Sommer verlassen hat.

Gasometer, Fr 20.00


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