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Scott Matthew durchleidet fremdes Liedgut

Lexikon | GS | aus FALTER 44/13 vom 30.10.2013

Ich kann nur Lieder covern, bei denen ich das Gefühl habe, ich hätte sie auch selbst so schreiben können - oder bei denen ich mir von ganzem Herzen wünsche, dass sie von mir wären, weil sie so gut sind", erklärte der australische Singer/Songwriter Scott Matthew, der stets Interpretationen fremder Lieder in seine Konzerte einbaut, vor einiger Zeit im Falter-Interview. "Ich covere also durchwegs persönliche Lieblingslieder. Früher oder später werde ich sicher ein Album damit machen."

Heuer war es so weit, der Mann mit der traurigen Zitterstimme und den wunderbar arrangierten Balladen, der gleichzeitig aber auch ein toller Entertainer ist, veröffentlichte mit "Unlearned" eine Sammlung mit reduzierten Interpretationen ausgewählter Lieblingslieder. Von Whitney Houston ("I Wanna Dance with Somebody") geht es dabei über The Jesus and Mary Chain ("Darkland"), Morrissey ("There's a Place in Hell for Me and My Friends") und Radiohead ("No Surprises") bis zu Rod Stewart ("I Don't Want to Talk about It"). Nur seine tolle Balladenversion des Sex-Pistols-Krachers "Anarchy in the UK" ist leider nicht mit dabei, aber vielleicht reicht Scott Matthew die ja beim Konzert zum Album nach.

Porgy & Bess, Fr 20.30


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