"In Amerika würde ich mich auch ausziehen"

Die Rap-Popstars Fettes Brot über Altern in Würde, Homophobie im Hip-Hop, Kate Winslet und Miley Cyrus

Feuilleton | INTERVIEW: GERHARD STÖGER | aus FALTER 44/13 vom 30.10.2013

Wie Björn Warns, ein unscheinbarer deutscher Familienvater um die 40, zum Popstar wird, ist leicht erklärt: Er setzt sich eine markante Schildkappe und eine Nerdbrille auf und verwandelt sich schwuppdiwupp in Björn Beton, ein Drittel der Hamburger Rapband Fettes Brot. Gemeinsam mit seinen Kollegen Dokter Renz und König Boris sitzt er gut gelaunt auf einer Wiener Hotelcouch, um über das neue Album "3 is ne Party" zu sprechen, mit dem das Trio eine längere Bandpause beendet. Die Musiker erweisen sich nicht nur als humor-und reflexionsbegabt, sondern auch als sehr höflich. Sie spielen einander Bälle zu, ins Wort fallen sie sich aber kaum. Lieber tippt man dem Bandkollegen auf die Schulter, um zu signalisieren, dass man dazu jetzt dann auch etwas sagen möchte.

Falter: Hip-Hop und Altern in Würde, geht das zusammen?

Dokter Renz: Wir wohnen diesem Experiment gerade bei.

König Boris: Gedanken machen wir uns darüber aber keine. Im Studio geht es nur darum, den Song, den wir gerade am Wickel


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