"Wien ist meine Hoffnung. Ich will arbeiten und ein eigenes Zimmer - mehr wünsche ich mir nicht im Leben"

Politik | INTERVIEW: B. WITTSTOCK | aus FALTER 44/13 vom 30.10.2013

Derzeit leben hunderte obdachlose Rumänen auf Wiens Straßen. Sie sind gekommen, um hier ihr Glück zu suchen und den miserablen Lebensbedingungen auf Rumäniens Straßen zu entkommen. Giorgetta Niculescu, 26, ist eine von ihnen. Sie wurde als zehntes Kind einer rumänischen Roma-Familie in der Kleinstadt Ploiesti nahe Bukarest geboren. Wenige Monate nach ihrer Geburt kam sie in ein staatliches Heim. Ihre Jugend verbrachte sie abwechselnd in Heimen und auf den Straßen Bukarests. Mit 25 setzte sie sich mit einem One-Way-Ticket nach Wien in den Zug, kurz nachdem man sie aus einem Obdachlosenheim auf die Straße gesetzt hatte.

Falter: Was hat Sie auf die Straßen Wiens verschlagen?

Giorgetta Niculescu: Der Hunger. Zu Hause in Bukarest schlief ich im Dreck, zwischen Kakerlaken und kleinen Kindern, die gemeinsam mit ihren Familien ebenfalls im Dreck lebten. Roma wie ich. Ich war kurz zuvor aus dem Obdachlosenheim geflogen, nachdem ich meinen Job verloren hatte. Ohne Job kein Schlafplatz, so


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