Von Bukarest in den Stadtpark

In Wien sind immer mehr Obdachlose zu sehen. Ist die Armutseinwanderung aus dem Osten schuld?

Politik | BERICHT: RUTH EISENREICH | aus FALTER 44/13 vom 30.10.2013

Die Linzer Caritas hat ihre Türen geschlossen. Ab 1. November dürfen Menschen aus den osteuropäischen EU-Ländern nicht mehr in die "Wärmestube", ein Tageszentrum für Obdachlose. Selbst Kinder sollen abgewiesen werden.

"Wir können einfach nicht mehr", rechtfertigt die Leiterin Michaela Haunold diesen Schritt: Seit zwei Jahren steige die Zahl der Menschen aus den neuen EU-Ländern, die die Wärmestube aufsuchen, massiv. Auf 60 von der Landesregierung geförderte Plätze kämen oft 200 Besucher pro Tag. Alle anderen Linzer Einrichtungen würden Osteuropäer schon seit langem abweisen, und in der Wärmestube sei man "nur mehr damit beschäftigt, Eskalationen zu verhindern".

Nicht nur in Linz, auch in Wien sind die Obdachloseneinrichtungen voll ausgelastet. Die Übergangswohnheime, Notquartiere und Tageszentren des von der Stadt betriebenen Fonds Soziales Wien besuchten im Jahr 2011 etwa 8300 Menschen, im Jahr 2012 waren es schon über 9000. Auch die "sichtbare Obdachlosigkeit" - also die


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