Kindertheater Kritiken

Ein Inuit-Märchen im Kühlschrankfeld

Lexikon | Sara Schausberger | aus FALTER 44/13 vom 30.10.2013

Ein Eisfeld aus Kühlschränken und Tiefkühltruhen. Mittendrin fährt ein Mann zum Fischen aufs Meer hinaus, wo er einer Seehundfrau das Fell stiehlt. Sie kriegen ein Kind und verbringen sieben Jahre miteinander. Regisseurin Sara Ostertag hat das alte Inuit-Märchen "Das Kind der Seehundfrau " für Wien Modern eindrücklich auf die Bühne gebracht. Der Schmerz ist der Seehundfrau eingeschrieben, als sie ihr Fell zurückverlangt. Drei Schauspieler/Sänger mischen die Rollen wild durcheinander, die Musik (Jesse Broekman) ist manchmal nicht mehr als ein Knarzen oder Jaulen. Manche Geschichten enden traurig. Diese hier ist so eine Geschichte, und es ist schön, dass sie genau so erzählt wird. Ab acht Jahren.

Dschungel, Sa, So 16.30, Mo 14.30


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