Film Neu im Kino

Surrealismus als Kalauer: "Der Schaum der Tage"

Lexikon | M O | aus FALTER 44/13 vom 30.10.2013

Statt in einer Raumkapsel schwebt das Paar in einer Schaumkapsel über der Stadt, der angesagte Philosoph des Tages heißt Jean-Sol Partre und eine unbehandelte Synkope kann zum Tod führen. Boris Vian liest sich wie Jazz, insbesondere sein 1946 verfasster Roman "Der Schaum der Tage", den Michel Gondry jetzt mit Romain Duris (Colin, ein reicher Taugenichts) und Audrey Tautou (Chloe, die personifizierte Güte) verfilmt hat. Kino als Staunemachmaschinerie, der Surrealismus als Kalauer: Eine halbe Stunde unterhält man sich prächtig, dann fühlt man sich genervt, worauf schließlich die totale Erschöpfung folgt. Omar Sy, der als treuer Butler Nicolas den zusehends kafkaesken Haushalt besorgt, stiehlt den Herrschaften so manche Szene.

Ab Fr in den Kinos


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