Auf den Trümmern des Zweiten Weltkriegs

Eine Monografie und eine Ausstellung würdigen das architektonische Œuvre der Werkgruppe Graz. Die 35 Jahre alte Terrassenhaussiedlung in St. Peter ist ein kleines Dorf und unumstritten ihre Großtat

STEIERMARK | SIEDLUNGSSCHAU: TIZ SCHAFFER | aus FALTER 45/13 vom 06.11.2013

Wir waren schon auch übermütig und haben uns gedacht: Na ja, warum nicht? Trauen wir uns einfach drüber!", erinnert sich Eugen Gross. Der Falter trifft den Architekten an einem regnerischen Nachmittag vor dem sogenannten Terrassenhauszentrum, dem Bewohnerzentrum, das etwa für Gymnastikkurse oder Diskussionsveranstaltungen genutzt wird. Untergebracht sind die Räumlichkeiten im Erdgeschoß eines der vier imposanten Wohnblöcke, welche die Siedlung, durchlässig aber doch, abstecken. Die Terrassenhaussiedlung war zu ihrer Zeit ein mehr als gewagtes städtebauliches Großprojekt. Sie wurde in den Jahren 1972 bis 1978 erbaut, bis heute ist hierzulande nichts Vergleichbares mehr nachgekommen.

Sie war das wichtigste Projekt der Werkgruppe Graz, auch wenn das Studentenwohnheim Hafnerriegel oder das Studentenhaus mit Mensa in der Leechgasse ebenso allgemein bekannt sind. Die Werkgruppe war ein Architektenquartett, neben Gross setzte es sich aus Friedrich Groß-Rannsbach, Werner Hollomey und


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