...und wundert sich dann

Betrifft: "Bitte, kein neues Koalitionsbild" von A. Thurnher, Falter 42/13

FALTER & MEINUNG | aus FALTER 45/13 vom 06.11.2013

Das Wahljahr 2013 wird in die Chronik als das der größtmöglichen Verarschung der Österreicher eingehen.

Höhepunkt dieses "Zum-Narren-Haltens" der Bürger ist die Ankündigung von ÖVP und SPÖ, jetzt "bald" mit den Koalitionsverhandlungen beginnen und diese schon "bis Weihnachten" abgeschlossen haben zu wollen. Als Überdrüber lesen wir im Kurier die seltsame Schlagzeile: "75 Prozent der Wähler sind mit dem Wahlergebnis unzufrieden"! Dies lässt nur ein Fazit, betreffend den Wahlkampf, zu: "Verwirrung verständlich, Verblödung vollkommen!"

Dass Österreich Mitglied der EU ist, ist angesichts dieser Umstände ein überaus beruhigender Gedanke!!!

JOHANN LINZER Wien 23

Welche Rechte kam auf so 30 %der Stimmen? Wenn 25 %der zur Stimmenabgabe berechtigten Menschen aus gutem Grund darauf verzichteten, aus einem minderwertigen Angebot eine Auswahl zu treffen, so ist dies auch ein Votum, welches allerdings unter den Teppich gekehrt wird.

Eigentlich sollten 25 %der Parlamentssitze unbesetzt bleiben, da für sie kein Wählerauftrag vorliegt, und in der Berichterstattung sollte sich dieses Ergebnis ebenfalls widerspiegeln. Also, nicht 30 %, sondern circa 22 %, wenn man die ÖVP außen vor lässt. So gesehen kommt die Rechte in Österreich, bereinigt auf Wahlberechtigte, auf gut 40 %- was ja schon wieder bedenklich ist. Und mit so etwas lässt sich Rot ein und wundert sich dann - in fünf Jahren.

DR. ERICH KAINZ Wien 14


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