Die schönen Augen der Clara P.

Das Admiralkino begeht seinen 100. Geburtstag und feiert unter anderem mit einem Filmabend auf den Spuren von Arthur Schnitzler

FEUILLETON | REPORTAGE: MICHAEL OMASTA | aus FALTER 45/13 vom 06.11.2013

Es gibt nicht viele Kinos, die 100 Jahre alt werden. In Wien feierten zuletzt das Burg und das Votiv diesen runden Geburtstag. Nun folgte das Admiral in der Burggasse 119, laut Eigendefinition "das Nahversorgerkino im 7. Bezirk".

Aus diesem Anlass lud Michaela Englert, die das Kino vor sechs Jahren übernommen und vor der Schließung bewahrt hat, vergangene Woche zu einem außergewöhnlichen Filmabend. Auf dem Programm stand "Eine Nacht in London", ein lange verlorengeglaubtes Comedy-Drama aus deutsch-britischer Produktion, das einst schon Arthur Schnitzler mit seiner (Film-)Freundin Clara Katharina Pollaczek hier gesehen hatte. "Mit C. P. Kino (Admiral)", notierte der Schriftsteller am 2. August 1929 in seinem Tagebuch: "Nacht in London. Hübscher amüsanter Film. Westbahn genachtmahlt."

Apropos: Was das Kino anbelangt, war der berühmte Autor - so der Germanist und Schnitzler-Kenner Michael Rohrwasser in seiner Einführungsrede - "eher ein Vielfraß als ein Gourmet".

Allein während seiner


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