Mutter Courage und ihre Bilder

Im Leopold-Museum fliegen die Fetzen. Elisabeth Leopold kämpft um die Sammlung ihres verstorbenen Gatten Rudolf. Umsonst?


FAMILIEN AUFSTELLUNG: MATTHIAS DUSINI
FEUILLETON | aus FALTER 45/13 vom 06.11.2013

Im Leopold-Museum tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Anfang Oktober gründeten Mitarbeiter ein neues Museum, ohne ihre Kollegen darüber informiert zu haben. Letzte Woche gab Tobias Natter, der museologische Direktor, seinen Rücktritt bekannt. Dann kam die Forderung der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), das Museum überhaupt aufzulösen.

Mitten drin steht Elisabeth Leopold und trällert einen Schlager. "Verzeihen Sie meine Munterkeit", sagt sie und gibt gleichzeitig zu verstehen, dass es in ihr drinnen anders aussieht.

Mehrere schlaflose Nächte hat sie hinter sich, die Streithanseln zur Rede gestellt, sich mit dem Museumsvorstand angelegt und der IKG mit einer Klage gedroht. Die Medien rissen sich um die ebenso freundliche wie resolute Dame, die sich beim Gang durchs Museum bei einem der Herren aus ihrer Umgebung unterhakt, die sie liebevoll Kinderl nennt. Wer ist diese couragierte 87-Jährige, deren Lebenswerk nun bedroht scheint?

Das Leopold-Museum im Museumsquartier ist der Anziehungspunkt

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