Das Ich im Brennpunkt: Neues von den Revierkämpfen im Leopold-Museum

FEUILLETON | aus FALTER 45/13 vom 06.11.2013

Am vergangenen Montag versammelte sich der Vorstand der Leopold-Museum-Privatstiftung, um über den Rücktritt Tobias Natters zu beraten. Der Kunsthistoriker hatte erst vor zwei Jahren die Aufgabe eines museologischen Direktors übernommen und zuletzt eine Ausstellung über Oskar Kokoschka mit dem Untertitel "Das Ich im Brennpunkt" kuratiert. Natter hatte dem Vorstand vorgeworfen, dass er nichts gegen die Doppelfunktion seines Kollegen Michael Weinhäupl unternehmen würde, der federführend bei der Einrichtung der sogenannten Klimt-Ucicky-Stiftung war.

Nach Ende der Sitzung hieß es nur knapp: "Es wurden einstimmige Beschlüsse über die zukünftige Direktion gefasst" nicht verraten wurde allerdings, um welche Personen es sich dabei handelt. Die Apa wusste mehr und berichtete, dass Natter im Rahmen der offiziellen Kündigungsfrist dienstfrei gestellt worden sei.

Bereits im Vorfeld hatten zwei der sieben Vorstandsmitglieder, Helmut Moser und Wolfgang Nolz, wissen lassen, dass sie die Vorwürfe

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