Kommentar Banken

Fremdwährungskredite: ein Schuldendesaster, das viele kommen sahen

KURT BAYER | FALTER & MEINUNG | aus FALTER 45/13 vom 06.11.2013

Joseph Gepps und Eduard Müllers verdienstvolle Beschreibung des Hartwährungskreditdesasters der österreichischen Banken in Mittel-und Osteuropa (siehe "Die mit dem fremden Geld" in Falter 44/13) gehört um zwei Facetten ergänzt.

Erstens widerspricht es allen banktechnischen Usancen, Hartwährungskredite an Personen und Unternehmen zu vergeben, die keine Einnahmen in eben dieser Währung haben, da sie sonst eben ein Währungsrisiko tragen. Eine Ausnahme könnte eventuell gelten, wenn diese Kreditnehmer wirklich von diesem Risiko wissen und es einschätzen können. Diese Regel ist sträflich vernachlässigt worden.

Zweitens ist der Fall besonders bemerkenswert, da der Internationale Währungsfond und die OECD bereits in den 90er-Jahren Österreich wegen des hohen Fremdwährungskreditanteils massiv kritisiert haben. Damals ging es vor allem um Wohnungskredite, die innerhalb Österreichs in Schweizer Franken und Yen vergeben worden waren. Und dann gehen eben diese Banken her und verkaufen

Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige