Fußball Glosse

Koller & Klopp: Erst die Arbeit, dann das Geld

STADTLEBEN | aus FALTER 45/13 vom 06.11.2013

Der Mittwoch voriger Woche war der Tag der überraschenden Vertragsverlängerungen. Der ÖFB gab bekannt, dass Teamchef Marcel Koller zwei weitere Jahre bleibt. Und Borussia Dortmund verkündete, den Kontrakt mit Trainer Jürgen Klopp vorzeitig bis 2018 verlängert zu haben. Überraschend waren die Meldungen, weil man Koller, der auch in seiner Schweizer Heimat hätte Teamchef werden können, schon abgeschrieben hatte. Und weil Klopp, derzeit weltweit einer der gefragtesten Trainer überhaupt, eigentlich keinen Grund hatte, sich so langfristig zu binden. Das Interessante daran: In beiden Fällen dürfte Geld nicht entscheidend gewesen sein. Beide könnten anderswo wahrscheinlich mehr verdienen, aber beide haben erklärt, mit ihrer Arbeit noch nicht fertig zu sein. Unglaublich: Es gibt im superkapitalistischen Fußballbusiness noch Männer, die inhaltlich argumentieren! Aber vielleicht sind Koller und Klopp ja gerade deshalb so außergewöhnliche Trainerpersönlichkeiten.


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