Partei der Nächstenliebe, bitte melden!

Caritas-Präsident Franz Küberl tritt zurück. Die Ideale, die er vertritt, finden sich in keiner Partei. Warum nur?


KOMMENTAR: BARBARA TÓTH
FALTER & MEINUNG | aus FALTER 45/13 vom 06.11.2013

Es fehlt etwas in Österreichs Politik. Menschen, die eine aufgeklärte, bürgerliche, christlich-soziale Partei wählen wollen, sind derzeit politisch heimatlos.

Das spürt man besonders jetzt, wenn Caritas-Präsident Franz Küberl sich nach 18 Jahren an der Spitze der kirchlichen Hilfsorganisation zurückzieht. Er hat die Caritas nicht nur zum größten, nicht-staatlichen Hilfskonzern ausgebaut, sondern sie auch zu einem gesellschaftspolitischen Faktor gemacht. Unter ihm hat die Caritas nicht mehr nur still, brav und barmherzig Not gelindert, sondern deutlich, mit Nachdruck und selbstbewusst über die politischen Missstände zu sprechen begonnen, die Not erst entstehen lassen.

Küberl machte Politik, und er machte sie gerne. Als "Mahner und Gestalter" und als "guten Kämpfer" würdigen ihn deswegen auch die Kommentatoren der Zeitungen zum Abschied. Einen solchen Nachruf las man auf einen scheidenden Politiker schon lange nicht.

Küberls Favorit als Nachfolger, der derzeitige Wiener Caritas-Chef

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