Geboren unter Augusto Pinochet

Die argentinische Dramatikerin Lola Arias holt echte Menschen auf die Bühne

FEUILLETON | PORTRÄT: WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 45/13 vom 06.11.2013

Früher hat Lola Arias Stücke geschrieben. Jetzt lässt sich die argentinische Autorin und Regisseurin ihre Stücke vom Leben schreiben. In "Mi vida después" ("Mein Leben danach", 2009) erzählen sechs Menschen, die während der Militärdiktatur in Argentinien geboren wurden, ihre Geschichten. In "The year I was born", das jetzt in Wien gastiert, stehen elf Menschen aus Chile auf der Bühne, die unter dem Regime von Augusto Pinochet geboren wurden.

Die Performance ist entstanden, als Arias mit "Mi vida después" 2011 in Chile gastierte und parallel dazu einen Workshop gab. "Die Geschichten, die ich da hörte, waren so interessant, dass ich beschlossen habe, mit demselben Konzept noch ein Stück zu machen -mit anderen Inhalten."

Die zwischen 1971 und 1989 geborenen Darstellerinnen und Darsteller in "The year I was born" erzählen von ihren Eltern. Manche waren Opfer des Pinochet-Regimes, andere Täter. "Ich habe Leute mit möglichst verschiedenen Backgrounds ausgewählt", erklärt die Regisseurin.


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