"Die Bibel nicht zu lesen ist ein Fehler"

Der britische Philosoph Simon Critchley über Irrtümer des Marxismus, die pervertierte Utopie des Internet und die gelegentliche Fruchtbarkeit christlichen Selbsthasses

GESPRÄCH: THOMAS EDLINGER | FEUILLETON | aus FALTER 45/13 vom 06.11.2013

Warum kleckern, wenn man auch klotzen kann?! Bei den Erich-Fried-Tagen, die vom 6. bis zum 10. November im Literaturhaus stattfinden, wird nicht etwa nach der Zukunft des Kreuzreims, sondern einfach "Welt -wohin?" gefragt. Im Rahmen der Tagung, an der so bekannte Schriftsteller wie Tahar Ben Jelloun, David Mitchell oder Jonathan Lethem teilnehmen, wird auch der Philosoph Simon Critchley einen Vortrag halten - und zwar über seinen Landsmann David Bowie. Tatsächlich geht es aber auch Critchley keineswegs um pophistorische Details, sondern um die großen Fragen: Wie sollen wir leben? Und wie sollen wir lieben?

Falter: "Religion ist Opium des Volkes" lautet ein berühmtes Zitat von Karl Marx. Vielen liberalen Linken gilt das religiöse Denken bis heute als der Feind. Sie vertreten eine andere Position?

Simon Critchley: Die Idee, dass dieser Oneliner "Religion ist Opium des Volkes" als Kritik der Religion ausreicht, ist lächerlich. Vielleicht sollte es ja einfach nur besseres Opium geben?!

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