Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Sechs Jahre ohne Spur: Eine Mutter trauert um den verschollenen Sohn

JOSEPH GEPP | POLITIK | aus FALTER 45/13 vom 06.11.2013

Da steht sie wieder vor der Schwulensauna Kaiserbründl in der Innenstadt. So wie jedes Jahr in den Abendstunden des 29. Oktober. Zum mittlerweile sechsten Mal hält die US-Amerikanerin Kathy Gilleran eine Mahnwache für ihren Sohn Aeryn . "Bis ich 90 bin", sagt sie, "werde ich fragen, was eigentlich geschehen ist."

Am 29. Oktober 2007 rannte der UN-Mitarbeiter nackt aus dem Kaiserbründl. Er soll durch einen Sprung in den Donaukanal Selbstmord begangen haben, sagt die Polizei. Doch die Umstände sind völlig unklar: Ein Leichnam wurde nie gefunden; zudem werden der Polizei massive Schlampereien vorgeworfen. Etwa in Bezug auf einen mysteriösen Streit im Kaiserbründl vor dem Verschwinden. Derzeit untersucht die Volksanwaltschaft den Fall.


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