Seinesgleichen geschieht  Der Kommentar des Herausgebers

Meinungsfreiheit ist auch nur so eine Drohne auf Ihrem Fensterbrett

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 46/13 vom 13.11.2013

Ist der Journalismus in der Krise? Eher nicht. Sind die Zeitungen in der Krise? Ganz gewiss. Bei der Zeitungskrise handelt es sich um eine durch die globale Konzentration von Medieneigentum ausgelöste Krise: Die Kommerzialisierung aller Medienbereiche drängt öffentlich-rechtliche und Qualitätsmedien zunehmend an den Rand, audiovisuelle Kommerz- und Boulevardmedien scheinen auf der ganzen Linie zu siegen.

Dann ist da noch die Digitalisierung, die tendenziell jeden zum Journalisten macht und die Macht der Konzerne, der Gatekeeper und der althergebrachten Akteure bricht. Mittlerweile ist jeder zu seinem eigenen Ich-Unternehmer geworden, jeder kann öffentlich und unzensuriert seine Stimme erheben, kann sich selbst ohne verlegerischen Mittler anbieten. Den Glanz dieser Freiheit trübt, dass sie nur mithilfe einiger weniger, global agierender Konzerne zu haben ist.

Was die Sache noch betrüblicher macht, ist, dass das Internet das Ende der Anonymität herbeiführt, worauf der polnische Philosoph


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