Kommentar Medienrecht

Wenn Mütter mit ihren Kindern zu Zeitungen gehen

Falter & Meinung | Florian Klenk | aus FALTER 46/13 vom 13.11.2013

In den Sonntagsausgaben von Kurier und Presse waren zwei spannende Reportagen zu lesen. Es ging um Kinder, die Opfer ihrer Eltern beziehungsweise vermeintlich hartherziger Behörden geworden sein sollen.

In dem einen Fall beschrieb eine Redakteurin die Not einer überforderten Mutter, deren Kinder vom Jugendamt abgenommen worden waren. Die Mutter posierte mit einem weiteren Kind und vollem Namen am Titelbild.

Im anderen Fall skizzierte ein erfahrener Gerichtsreporter ein hartherziges Urteil des Obersten Gerichtshofes. Der OGH zwingt eine Wiener Mutter in einem Obsorgestreit, ihre Zwillinge zurück nach Frankreich zu schicken, wo sie ein mutmaßlich gewalttätiger Vater sexuell missbraucht und an einen Pornoring verkauft haben soll. Den Bericht ziert ein Archivbild der Mutter mit ihren Kindern.

Die Berichterstattung ist in beiden Fällen gesellschaftspolitisch wichtig, sie thematisiert, ob der Schutz der Kinderrechte durch Jugendämter und Gerichte funktioniert.

Und dennoch schädigen die Artikel


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