Was die EU mit dem Sackerl vorhat. Und wieso Indien bereits auf Haftstrafen setzt

Politik | aus FALTER 46/13 vom 13.11.2013

:: Was in den Medien salopp als "Plastiksackerlverbot“ daherkommt, ist in Wahrheit eine komplizierte, legistisch heikle Angelegenheit: Es geht streng genommen um eine Änderung der "Richtlinie 94/62/EG über Verpackungen und Verpackungsabfälle“ aus dem Jahr 1994. Diese untersagte bisher im Artikel 18 ausdrücklich das Verbot aller Verpackungen, die der Richtlinie entsprechen - auch von Sackerln. Nun soll das Verbot des Verbots aufgehoben werden. Das heißt im Klartext: Nationalen europäischen Regierungen soll es möglich sein, Gesetzesänderungen zu erlassen, zum Beispiel eine Bezahlpflicht für die Sackerln einzuführen.

Der Grund für die Maßnahme des EU-Umweltkommissars Janez Potoènik liegt auf der Hand: Ein durchschnittlicher Europäer verbraucht laut EU-Kommission 200 Sackerln im Jahr. Interessant ist dabei, dass der Gebrauch in einzelnen Ländern stark variiert: So benutzt ein Ire im Schnitt nur 20 Sackerln pro Jahr, wie etwa auch ein Däne oder Finne. Den höchsten Verbrauch

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