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Politik | Rezension: Barbara Tóth | aus FALTER 46/13 vom 13.11.2013

Wer denkt noch kritisch nach in der Kanzlerpartei? Das hauseigene Theorieblatt "Zukunft“ widmet sich dem heiklen Thema Rot-Blau

Karl Schlögl hat auch diesmal nicht ausgelassen. Der SPÖ-Bürgermeister von Purkersdorf ist ein bekennender Fan einer rot-blauen Koalition. Wie schon nach den letzten Nationalratswahlen plädierte er auch heuer wieder dafür, dass die SPÖ "in Richtung FPÖ gesprächsfähig wird“.

Das fand nicht nur Schlögl, auch eine Reihe von hochrangigen roten Gewerkschaftern und prominenten Publizisten wie Joachim Riedl, Leiter der Österreich-Ausgabe der Zeit, oder der Anwalt Alfred J. Noll (ein regelmäßiger Falter-Autor) fanden Rot-Blau Anfang Oktober plötzlich charmant. Alle argumentierten damit, dass SPÖ und FPÖ mehr vereinen als trennen würde - und deshalb eine rot-blaue Regierung mehr Reformen zustande brächte als Rot-Schwarz.

In der neuen Ausgabe der sozialdemokratischen Theoriezeitschrift Zukunft attackiert Chefredakteuer Ludwig Dvořák Riedl und Noll, was


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