Technik  Dinge, die uns brauchen

Frax: Ein psychedelisches Erlebnis am iPhone

Medien | Prüfbericht: Thomas VaŠek | aus FALTER 46/13 vom 13.11.2013

Das "Apfelmännchen“ kennt jeder. Es ist das wohl berühmteste Gebilde der fraktalen Geometrie: Je weiter man in die Struktur hineinzoomt, um so mehr ähnliche Apfelmännchen kommen zum Vorschein. Die unendliche Komplexität der Fraktale, die auf selbstähnlichen geometrischen Strukturen beruht, fasziniert nicht nur Mathe-Freaks.

Schon in den 1980er-Jahren gab es bunte Apfelmännchen-Poster. Damals brauchten Großrechner allerdings noch mehrere Tage, um die aufwendigen Computergrafiken zu errechnen. Heute genügt dafür ein iPhone-Prozessor.

Mit der neuen iOS-App "Frax“ (1,79 Euro fürs iPhone, 3,59 Euro fürs iPad), entwickelt vom deutschen Software-Guru Kai Krause, kann man Fraktale in unterschiedlichen Farben und Texturen erzeugen.

Mit vier Reglern lassen sich die Gebilde ganz intuitiv kontrollieren. Per Fingergesten kann man die erzeugten Strukturen drehen und immer tiefer in sie eindringen. Das funktioniert trotz des kolossalen Rechenaufwands mit beeindruckender Geschmeidigkeit. Wer ein besonders gelungenes Bild erzeugt hat, kann es in die Cloud hochladen und rendern lassen, etwa als Vorlage für ein Poster.

Mit Frax kann man sich gut und gern ein paar Stunden beschäftigen - und abtauchen in eine psychedelische Farbenwelt, in der es immer was Neues zu entdecken gibt. Auch wenn es nur immer weitere Apfelmännchen sind. F

Thomas VaŠek ist Journalist und Buchautor in München


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