Gedenken, Gesang und Gitarre

Feuilleton | Reportage: Michael Omasta | aus FALTER 46/13 vom 13.11.2013

Der aus Wien vertriebene Sänger und Schauspieler Theodore Bikel gab ein Konzert im Parlament, das schon lange ausständig war

Der große Plenarsaal war bis auf den letzten Platz besetzt, ebenso der erste Rang. Dass das Parlament vergangenen Donnerstag zur Konzerthalle wurde, ist einer Initiative von Barbara Prammer zum Gedenken an das Novemberpogrom von 1938 zu verdanken. Aus diesem Anlass hatte die Nationalratspräsidentin den aus Wien gebürtigen Sänger und Schauspieler Theodore Bikel für ein Konzert ins Hohe Haus geladen.

Bikel, 89, trat in Begleitung der jungen Akkordeonistin Merima Kljuco auf. Zusammen gab man Folksongs und Balladen in jiddischer, russischer, englischer, hebräischer und nicht zuletzt auch deutscher Sprache zum Besten. "Die Moorsoldaten“, eine Weise aus dem Dreißigjährigen Krieg, erklärte der Interpret, möge daran erinnern, dass es einst sogar in Deutschland eine Tradition der Solidarität mit den Unterdrückten gab.

Die Generalprobe für dieses Konzert hatte


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige