Explodierende Raupenknödel

Feuilleton | Rezension: Matthias Dusini | aus FALTER 46/13 vom 13.11.2013

Der Zeitungsmacher Oscar Bronner präsentiert sich im Kunstforum als malender Zweifler

Merkwürdige Zwitterwesen füllen die Leinwände, halb Raupen, halb Knödel, in den dunklen Farben wie flauschige Exkremente wirkend. Die auseinanderspritzenden Farben lassen den Eindruck entstehen, als würden die Objekte gerade explodieren. Der Wiener Künstler und Zeitungsmacher Oscar Bronner, 70, zeigt im Bank Austria Kunstforum einen Überblick über sein aktuelles Schaffen, ergänzend kommen einige frühe Arbeiten hinzu.

Bronner begann mit dem Malen zu einer Zeit, als niemand mehr etwas von Pinsel und Leinwand wissen wollte. In den 70er-Jahren, der Blütezeit von Video- und Performancekunst, lebte er in New York. Anfang der 80er-Jahre hatte er einige Ausstellungen in renommierten Wiener Galerien, dann gründete er die Zeitung Der Standard.

Im lokalen Kunstbetrieb spielte er danach keine Rolle mehr. Mit den Malern der Jungen Wilden hatte Bronner die Unbekümmertheit gemeinsam, mit der er auf die Kunstgeschichte


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