Klangforscher mit Respekt

Feuilleton | Musikkritik: Florian Obkircher | aus FALTER 46/13 vom 13.11.2013

Düster, rau und gut: Der britische Elektronikmusiker Four Tet kommt nach Wien

Ein dumpfer Breakbeat bricht los, abgehackte Glockenklänge ertönen, und im Hintergrund murmelt jemand eine unverständliche Phrase, wieder und immer wieder. Das Eröffnungsstück "Gong“ von Four Tets neuem Album "Beautiful Rewind“ klingt hektisch, düster und beklemmend wie ein Stroboskopgewitter im Drogenrausch.

Frühe Fans seiner Musik mag das verschrecken. Vor allem solche, die den Briten für "Rounds“ lieben, das Album, das ihm vor zehn Jahren den Durchbruch sowie Fans von Thom Yorke bis Bruce Springsteen bescherte.

"Rounds“ war ein im Schlafzimmer produziertes Meisterwerk an der Schnittstelle von Postrock, Hip-Hop und verspielter Electronica. Ein Stück Musik, das der damals 25-Jährige mit Hilfe seines Laptops zur Gänze aus Versatzstücken obskurer Flohmarktschallplatten zusammengebaut hatte.

Seiner Arbeitsweise ist Four Tet alias Kieran Hebden treu geblieben. Nur waren es bei "Beautiful Rewind“


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