Ein Wiener in Rio

Zoom: Michael Omasta | Feuilleton | aus FALTER 46/13 vom 13.11.2013

Von der Copa Cagrana an die Copacabana: Im brasilianischen Exil avancierte der Autodidakt Kurt Klagsbrunn (1918-2005) zum vielbeschäftigten Fotografen

Eine seiner persönlichsten Fotoreportagen entstand 1949 auf der Ilha das Flores, dem Quarantänelager für ankommende Emigranten. "Du warst ein Fremder und Brasilien nimmt dich wie einen Eigenen auf“, hießen über dem Eingang riesige Lettern in vier verschiedenen Sprachen die Flüchtlinge aus Europa willkommen. Kurt Klagsbrunn war einer von ihnen gewesen.

Der kürzlich im Literaturhaus vorgestellte Prachtband "Kurt Klagsbrunn: Fotograf im Land der Zukunft“ erzählt nun erstmals die Geschichte des gebürtigen Floridsdorfers, der in Brasilien zum international gefragten Fotografen wurde. Beglaubigt wird diese Geschichte durch eine Auswahl von rund 200 Schwarzweißfotos, die Klagsbrunns vielfältiges Schaffen vorstellen. Er war als Street Photographer bewandert, mischte sich im Jockey Club unter die Oberen Zehntausend, begleitete den Architekten

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