Stadtrand Urbanismuskolumne

1200 Gründe für den Christkindlhass

Stadtleben | aus FALTER 46/13 vom 13.11.2013

Dieses Wochenende beginnt die sogenannte stille Zeit. Vorm Rathaus wartet schon die Sonderfichte auf ihre feierliche Erleuchtung, der Rathauspark ist Disneyworld und überall in der Stadt stehen schon die Buden für die Weihnachtsmärkte herum - ganz Wien wird wieder Hütteldorf. 21 Weihnachtsmärkte wird es heuer geben, so viele wie noch nie. Und man wird den fast 1200 (!) Ständen nicht auskommen können. Vom Plastikspielzeug zweifelhafter Herkunft über Brauchtum, das kein Mensch braucht, bis zum unvermeidlichen Punsch: Die gleiche Prozedur wie jedes Jahr. Und bevor wir kapitulieren und mit Weihnachtsmannmütze auf dem Kopf grölend durch die Stadt ziehen, wie jedes Jahr ein Vorschlag in Güte: Wieso machen wir es nicht so wie zum Beispiel Kopenhagen? Dort findet Weihnachten hinter hohen Zäunen statt. Wer den Weihnachtstrubel wirklich möchte, zahlt Eintritt und gibt sich die Kante. Also: Zaun um den Maria-Theresien- oder den Rathausplatz machen, ins Alte AKH nur die Punschnasen reinlassen. Dann lassen sie uns wenigstens in Ruhe granteln. F


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