Buchstabengruppe

Stadtleben | Bericht: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 46/13 vom 13.11.2013

Netter Schriftzug: Eine Initiative rettet Buchstaben vorm Verschrotten und zeigt jetzt die Stadtschrift in einer Ausstellung

Jasmin war nicht zu retten. Die Neonschrift an einer Fassade in der Neubaugasse war schon lang nicht mehr in Betrieb. Jahrzehnte war sie unter einem Geschäftsportal versteckt gewesen; Umbauarbeiten hatten den Schriftzug dann wieder zutage gefördert. Roland Hörmann und Birgit Ecker versuchten herauszubekommen, wem die Reklame des ehemaligen Schönheitssalons gehört und ob man sie haben kann. Die Bauarbeiter waren schneller: Jasmin landete im Müll.

Das tut weh. Zumindest Menschen wie Hörmann und Ecker. Die beiden mögen Buchstaben. Sie sammeln Fassadenbeschriftungen, die nicht mehr gebraucht werden. Und sie haben einiges zusammengetragen. Mehrere Keller sind schon voll mit Wiener Schriftzügen. "Juwelen“, liegt da aus Metall im Regal, "Buffet“ oder Fragmente wie das "er“ eines Optikers. Weil der Schatz viel zu schade ist für dunkle Keller, ist er jetzt in


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