Wurzelbehandlung, die dritte

Stadtleben | Gerichtsbericht: Werner Meisinger | aus FALTER 46/13 vom 13.11.2013

Unser Autor ist wieder auf der Suche nach den Wurzeln des kulinarischen Glücks

Im ersten Teil dieser Grundlagenarbeit seien die Weintrinker nach ihrer Zugangsfähigkeit zum Glück klassifiziert. Dieses gelingt leicht, indem man sie in zwei Reiche und drei Klassen teilt. Die Reiche der unbewussten und bewussten Weintrinker. Die Klassen befinden sich im Reich der bewussten Weintrinker. In diesem unterscheidet man zwischen freien Weintrinkern, suchenden Weintrinkern und Etikettentrinkern.

Der unbewusste Weintrinker unterscheidet sich vom bewussten dadurch, dass er sich über den Wein keine anderen Gedanken macht als solche über den Preis und die Verfügbarkeit. Geschmack, Herkunft, Augenfarbe der Winzerstochter sind ihm gleichgültig, solang nur der Ethanolmassindex (zu errechnen nach der Formel Alkoholgehalt in Vol.% durch Preis in Euro/Liter zum Quadrat) 14,5 übersteigt.

Dieser Trinker kann es sich in seinem Leben möglicherweise gemütlich einrichten, zum wahren Glück ist er nicht befähigt.


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