Krieg den Hütten!

Steiermark | Gastkommentar: Norbert Mappes-Niediek | aus FALTER 46/13 vom 13.11.2013

Roma: wie Graz die Fehler anderer Städte unbedingt wiederholen will und warum die Armen bleiben werden

Man kennt die Fronten. Auf der einen Seite stehen die sogenannten Gutmenschen, auf der anderen die abgeklärten Realisten. Schaut man sich die Roma-Debatte an, wie sie außer in Graz in halb Europa geführt wird, verliert der vertraute Gegensatz sich allerdings rasch. Geht es um Roma, sind die "Gutmenschen“ die wirklichen Realisten und die Abgeklärten sind die Traumtänzer.

Das Thema der Debatte sind in Graz 62 Rumänen, sogenannte Armutszuwanderer, die sich in einer Industriebrache Hütten gezimmert und dort unter menschenunwürdigen Bedingungen gehaust oder auch in Zelten gewohnt haben, selbst im Winter. Der Grazer Pfarrer Wolfgang Pucher hat ihnen sein Pfarrhaus geöffnet und schlägt nun vor, sie zu "integrieren“: Die Stadt soll ihnen für ein Jahr Wohnungen anbieten, für die sie nur eine symbolische Miete zahlen; danach sollen sie nach Möglichkeit selbst für ihren Unterhalt


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